Captain Chaos und das Schwimmen

Ich hatte es ja schon mal früher geschrieben: Captain Chaos macht sein Seepferdchen. Ich war ja schon im Dezember ziemlich überrascht, als er Feuer und Flamme für einen Schwimmkurs war, selbst als ich ihm sagte, dass er da ohne mich hin muss. Captain Chaos ist nämlich ein ziemlich klebriges Kind, und obwohl er schon 5 Jahre alt ist, möchte er keine „Unternehmungen“ ohne mich machen. Ich musste sogar schon bei einem „Eisköniginnen“-Geburtstag die ganze Zeit dabei bleiben, als einzige Mutter!

Nun ja, ich hab ihn also noch mindestens 100 Mal gefragt, ob er wirklich zu dem Schwimmkurs gehen möchte und er hat mir jedes Mal gesagt, dass er das wirklich unbedingt will. Am 12.1. war es nun also soweit & der Kurs ging los. Ich packte also die Hummel ein und wir haben Captain Chaos eher vom Kindergarten abgeholt. Und da ging das Drama eigentlich schon los, dass er nicht mehr dahin wollte, weil er ja alleine rein müsste. Ich also den ganzen Weg mit Engelszungen auf ihn eingeredet. Ich muss leider sagen, seine Stimmung wurde nicht wirklich besser. Kaum im Schwimmbad angekommen, wollte er sich nicht ausziehen und weinte schon in der Umkleide. Die Schwimmlehrerin erzählte uns dann noch vor Beginn der eigentlich Schwimmstunde, wie das dann abläuft und ich muss leider sagen, dass hat auch nicht wirklich geholfen. „Abduschen??? MIT Haaren???? Reinspringen???? Mama, das will ich nicht! Mama, das traue ich mich nicht!“

Es kam dann, wie es kommen musste: ich brachte ein heulendes Kind zum Becken (als einzige Mutter übrigens, die anderen Kinder sind alle selbst von der Umkleide zum Becken gegangen). Als er dann nicht unter die Dusche wollte, haben die Schwimmlehrerin und ich ihn gemeinschaftlich drunter gestellt und er hat gebrüllt wie am Spieß! Mir hat das Herz geblutet und es tat mir auch körperlich weh, als ich dann in der Umkleider saß & ihn weinen gehört habe. Und bevor hier jemand meint, das wäre so nicht in Ordnung: er ist 5 Jahre alt und kennt die Schwimmlehrerin und das (Privat)-Schwimmbad. Ich stehe da 100% dahinter, wie wir das gemacht haben! Am Ende kam er dann nämlich freudestrahlend aus dem Schwimmbad und hat mir stolz erzählt, was er alles kann und was er gemacht hat.

Ich muss dazu sagen, es klappt von mal zu mal besser. Er duscht jetzt ganz allein – MIT Haaren – und ist furchtbar stolz auf sich und seine Leistung. Und ich bin es auch! Papa ist abends jedes Mal überrascht, was er schon alles kann. Er wird zwar vielleicht am Ende der 6 Wochen nicht sein Seepferdchen haben, aber er hat einen riesen Sprung gemacht im Bezug auf sein Selbstbewusstsein.

sig

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